2011 Ostern – Wir feiern das Leben

Quelle: Homepage der Perchtoldsdorfer Grünen

Die christlichen Kirchen feiern Ostern als die Zeit der Auferstehung, der göttlich tiefen Hoffnung, des Neubeginns. Vielleicht ist es auch ein Zeichen, dass heuer der 25. Gedenktag der Katastrophe von Tschernobyl genau auf Ostern fällt und es ist schon mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass 25 Jahre nach dem größten anzunehmenden Unfall von Tschernobyl Fukushima passiert, wo nach jüngsten Informationen der Betreiberfirma es noch bis in den Sommer dauern wird, bis sich „die Situation stabilisiert“. Bis dorthin müssen die Menschen mit dem Schlimmsten rechnen.

Die Welt ist aber auch ohne Fukushima schon in Bewegung geraten. Alles, was nicht von vorneherein nachhaltig angelegt war, schickt sich in Krisenzeiten an wegzubrechen: die Diktaturen in der arabischen Welt, das fossile Energieregime, der totale Markt, die Spaßgesellschaft. Die anstehende Energiewende wird zur Zeitenwende. Niemand kann mehr in aller Gemütlichkeit oder nobler Zurückhaltung apolitisch bleiben. Die Umwälzungen gehen an die Substanz, alle müssen sich einmischen. Entweder wir bewältigen die Probleme oder die Probleme bewältigen uns.

„Der Mensch darf nur solche Risiken eingehen, für die er auch haften kann, im Besonderen auch in Verantwortung für die kommenden Generationen“ schreibt der Perchtoldsdorfer Pfarrer Ernst Freiler im jüngsten Pfarrboten. Und er schließt den Artikel, der unter anderem die Frage stellt, ob der Mensch als „Krone der Schöpfung“ zur Dornenkrone der Schöpfung geworden ist, mit den Worten:

„Bei der Taufe eines Kindes kommt mir in den Sinn, dass ein Kind auch hineingeboren wird in eine Welt, die in die Sünde verstrickt ist, und – von anderen angesteckt – schließlich selbst an diesem Netz mitflechten wird. Welch große Verantwortung für Eltern, Paten und die christliche Gemeinde, dass ein Strahl des Schöpfungsmorgens, der über jedem Kind liegt, seine Leuchtkraft behält. Das feiern wir zu Ostern und haben Gott sei Dank die Chance wieder neu zu beginnen!“

Es ist nie zu spät das Richtige zu tun und die Chance des Neubeginns diesmal ernsthaft zu nutzen. Wie kommen auch unsere Kinder dazu, dass ihnen der „Strahl des Schöpfungsmorgens“ aus purer Gedankenlosigkeit ausgetrieben wird? Neubeginn kann in Zeiten wie diesen nur heißen, sich mit aller Energie auf die Suche nach dem wirklich nachhaltigen Wissen zu machen und entschlossen sein Leben danach auszurichten. Das macht nicht nur Spaß, sondern darüber hinaus auch tiefen Sinn.

In diesem Sinne wünschen wir ein frohes und mit viel Sinn gesegnetes Osterfest!

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