2008 Politik für alle Menschen? Pah!

Quelle: Homepage der Perchtoldsdorfer Grünen

Innerhalb weniger Tage ziehen sich drei Frauen aus der österreichischen Parteipolitik zurück (1). Sie geben an, dass sie sich für ihr Engagement eine derartige Behandlung nicht länger bieten lassen müssen. Verständlich. Andererseits: wohin soll das führen? Dass nur mehr die mit den spitzesten Ellbogen, die mit den härtesten Seelenpanzern, die mit den fiesesten Tricks oder gar die Skrupellosesten Entscheidungen fällen, die uns alle betreffen?

Politik ist die Kunst der Beziehungsbildung (das kommt gleich nach der Herzensbildung). Dort sollten idealerweise vornehmlich die unterwegs sein, die im Thema Beziehung ein brauchbares Vorbild abgeben. Sie leben nämlich unter mehr oder weniger öffentlicher Beobachtung vor, wie Konflikte entweder gütlich und nachhaltig geregelt werden oder wie sich an ihnen Hass und Gewalt aufschaukeln. Sollen sich unsere Kinder an entseelten Zombies ein Vorbild nehmen, die betäubt und halb gelähmt in endlosem Hickhack nur mehr von einem Untergriff in den nächsten flüchten können? Oder sollen sie Vorbilder vorfinden, die sie zu eigenen, gelingenden Beziehungen inspirieren?

Ein politisches Geschehen, dass potentiell die Hälfte der Menschheit aus sich ausscheidet, kann nicht auf Dauer funktionieren. Da ist wohl vielerorts ein gründliches Umdenken angesagt. Get scho.

 

(1) Elisabeth Zanon (ÖVP Tirol)Christa Kranzl (SPÖ NÖ) und Gabi Schaunig (SPÖ Kärnten)

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